Eine anregende Zeitungsente dient hier anscheinend dazu eine gute und wichtige Diskussion ans Laufen zu bekommen.
Wer sich kurz die Zeit nimmt und nach "ohr maus transplantat" googelt wird schnell auf folgende Seite stoßen: **Bitte keine URL posten, siehe die Regeln unter Nettikette. Den Link haben wir aber in unsere Linkliste aufgenommen. Die Redaktion.** Ich meine mich auch blass daran zu erinnern, dass in der BdW (Bild der Wissenschaft) mal ein ähnlicher Artikel zu lesen war. Es gab vor einigen Jahren allerdings Versuche künstliche Ohre aus Polymeren auf rasierte Mäuse "aufzukleben" (natürlich nicht mit Uhu-Kraftkleber). Die Polymere wurden dann nach und nach vom Organismus durch Körperzellen ersetzt. Was die moderne Chemie/Medizin möglich macht, finde ich beeindruckend... und ich würde mich über solch ein Ohr freuen.
Sehr interessant finde ich die Diskussion über "die arme kleine Maus". Es steht für mich außer Frage, dass Tierversuche soweit wie nur möglich ausgeschlossen werden sollten, allerdings frage ich mich, ob sich jemand gedanken macht, was sonst so in der Stammzellenforschung so ab geht.
Ich stelle mal die Frage der adulten (körpereigene) und embryonalen (künstlich befruchtete) Stammzellforschung. Was haltet ihr davon? Vielleicht muss man sich dazu ein wenig schlau machen (sollte man meiner Meinung nach auch tun ;-) )
Für alle die, die für embryonale Stammzellenforschung sind eine provozierende Meinung: Eine befruchtete Eizelle ist ein Mensch.
Und eine für alle, die gegen embryonale Stammzellenforschung sind: In Deutschland wurden 2006 120.000 "Embryonen" (also Kinder) abgetrieben. Das macht bei einem Gewicht von ca 0,3kg etwas fünf 7,5t-LKW. (Für die "Vergewaltignungsopfer-Theoretiker": Es gab 8.181 gemeldete Straftaten)
Bin gespannt auf eure Stellungnahmen. Kann auch mit Kritik gut umgehen ;-)
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1Kommentar
HAllo oesches,
15. Februar 2008 - 9:30 – Simone GerdesmeierHAllo oesches,
gemäß unseren Regeln mussten wir deinen Verweis auf den PM-Artikel entfernen. Ich habe ihn aber in unsere Linkliste unter "Gen-Infos"/"Stell dir vor, dir fällt ein Ohr ab" aufgenommen.
Hinweise auf Artikel und ähnliches könnt ihr gerne an die Redaktion schicken, wir werden Euch natürlich auch darüber benachrichtigen, wo wir sie einstellen.
Mehr Infos, wie das Ohr auf der Maus entstanden ist, gibt es übrigens bei Klick auf das Bild und unter Gen-Infos.
Das Bild soll tatsächlich ein Anstoß zur Diskussion sein. Ohren sind ja nur ein Beispiel, verliert man ein Ohr, kann man dies sicher auch als rein kosmetischen Fehler abtun. Aber wie sieht es mit inneren Organen aus? Würde man Nieren oder Lebern von Tieren annehmen, wenn man eine Transplantation benötigt? Wenn sie genetisch so verändert sind, dass die Immunreaktion auf das fremde Organ schwächer ausfällt oder gar nicht auftritt?
Viele Grüße,
Kommentar meldenSimone Gerdesmeier, Redaktion